Norwegische Waldkatzen
vom Auenmoor

zier

Infektionskrankheiten
 Bitte beachten Sie, dass ich ein medizinischer Laie bin und keine Gewähr auf Richtig- und Vollständigkeit der nachfolgenden Seiten geben kann.

 

Infektionserkrankungen (allgemein)

Man unterscheidet zwischen Virusinfektionen und bakteriellen Infektionen.

Bakterielle Infektionen können mit Antibiotika behandelt werden und sind daher nicht so gefährlich wie Virusinfektionen.

Gegen Virusinfektionen kann grundsätzlich vorbeugend schulmedizinisch geimpft werden. Es ist jedoch wissenschaftlich erwiesen, dass die Impfung nicht alle Virenstämme abdeckt. Eine Alternative bietet u.U. die Homöopathie.

Mehr zum Thema der nachfolgend aufgeführten Infektionskrankheiten finden Sie hier:
http://www.med.vetmed.uni-muenchen.de/studium/unterlagen/6__semester_innere/infektionskr/skinfektionskatze.pdf

 

 

 

Katzenschnupfen (Impfung möglich)

”Katzenschnupfen” ist eine Sammelbezeichnung für ansteckende Erkrankungen der Atemwege und der Schleimhäute des Kopfes bei Katzen. Es handelt sich um einen Symptomenkomplex, der durch unterschiedliche Erreger hervorgerufen wird. Diese Erreger sind sowohl Viren (Herpes- und Caliciviren) als auch Bakterien (Chlamydien, Bordetella und Mykoplasmen). Die Erreger begünstigen sich gegenseitig und treten auch oftmals parallel auf. Auf Grund dieser Gemeinsamkeiten ist eine Sammelbezeichnung berechtigt.

Die Inkubationszeit beträgt 2-7 Tage.

Die Symptome sind Niesen, Husten, rasselnder Atem, eitriger Nasenausfluss, tränende, vereiterte und/oder geschwollene Augen und Fieber. Hinzu kommen Abgeschlagenheit und Futterverweigerung sowie Geschwüre in der Mundhöhle und an der Hornhaut der Augen.

Eine sichere Diagnose kann nur durch Laboruntersuchungen (PCR-Test / Erregeranzüchtung) gegeben werden.

Die Übertragung erfolgt über Nase, Augen und Speichel und erfolgt meistens über direkten Kontakt. Allerdings können Erreger auch über Gegenstände eingeschleppt werden,

Gegen die gefährlichsten, den ansteckenden Katzenschnupfen auslösenden Calici- und Herpesviren kann vorbeugend geimpft werden. Es gibt jedoch eine Vielzahl von verschiedenen Calicivirus-Stämmen und die Impfung schützt nicht gegen alle dieser Stämme. Auch gegen Chlamydien (die alleine eher harmlose, jedoch langwierige Erkrankungen verursachen) kann die Katze geimpft werden. Die Notwendigkeit der Chlamydien-Impfung ist allerdings umstritten.

 

 

Katzenseuche (Impfung möglich)

Die Katzenseuche (Panleukopenie) ist eine hoch ansteckende Viruskrankheit, die seit der Einführung der Impfung aber selten geworden ist. Die Katzenseuche wird durch das Parvovirus verursacht.

Das Virus wird von infizierten, erkrankten aber auch genesenen Tieren mit allen Ausscheidungen verbreitet. Ihr Erreger ist ein Virus, das in der Außenwelt extrem widerstandsfähig ist und Jahre überleben kann, so dass sich auch Katzen in Räumen anstecken können, in denen vorher andere, infizierte Tiere lebten. Ebenfalls kann der Erreger auch vom Menschen mit dem Schuhwerk, der Kleidung, den Händen oder mit Gegenständen, die von mehreren Katzen benutzt werden, eingeschleppt werden.

Besonders anfällig sind Jungtiere im Alter von sechs Wochen bis etwa vier Monaten. Feten können bereits im Mutterleib über die Plazenta infiziert werden.

Die Krankheit beginnt oft mit Mattigkeit, allgemeiner Lust- und Appetitlosigkeit und meistens Fieber mit über 40° C (die normale Körpertemperatur beträgt bei der erwachsenen Katze 38,0 °C bis 39,0 °C). Zum typischen Krankheitsbild gehört Erbrechen, später oft auch Durchfall, der zu rascher Austrocknung führt.

Die Inkubationszeit beträgt 4 – 12 Tage.

Eine Behandlung ist kaum möglich. Die Krankheit verläuft meistens tödlich. Die Heilungschancen hängen jedoch einerseits vom Schweregrad der Erkrankung als auch andererseits vom Zeitpunkt des Behandlungsbeginns ab.

Mehr zum Thema bzw. aktuelle Fälle von Katzenseuche finden Sie hier:
Panleukopenie der Katze
Aktueller Fall bei “Earl Grey´s”

 

 

Leukose (FeLV, Feline Leukämie-Virusinfektion) (Impfung möglich)

Die Katzenleukose ist eine heimtückische Virusinfektion, sie ist unheilbar und zählt zu den häufigsten infektiösen Todesursachen bei Katzen. Die Ansteckung erfolgt über infizierten Sekrete (Tröpfeninfektion). Auch der Mensch kommt als Überbringer in Betracht. Bereits der Aufenthalt in verseuchten FeLV-Wohnungen oder der Kontakt mit FeLV-positiven Tieren kann fatale Folgen haben! Nach der Ansteckung kann es Monate bis Jahre dauern, bis die Krankheit ausbricht. Eine Diagnose ist durch Bluttest möglich. Ebenfalls sollte vor der Erstimpfung ein Bluttest gemacht werden.

Das Krankheitsbild ist sehr vielfältig, das Abwehrsystem der Katze ist durch die Infektion geschwächt. Die Symptome sind Durchfall, Nachlassen des Putztriebes, Appetitlosigkeit, chronischer Schnupfen, Fieber, Augenentzündung, Blutarmut, Gelbsucht, Lymphknotenerkrankung, Lungenentzündung, krebsähnliche Erkrankung.

 

 

FIV (Felines Immunodefizenz Virus,
(umgangssprachlich: Katzen-Aids) (Bisher keine Impfung möglich)

FIV steht für das Feline Immundefizienz-Virus (felines Immunschwächevirus). Da die Krankheit Ähnlichkeiten mit der Aids-Erkrankung beim Menschen hat, wird sie auch oft als "Katzen-Aids" bezeichnet. Die Krankheit ist nicht auf den Menschen übertragbar.

Das Virus wird hauptsächlich durch Beißen und Kratzen auf andere Katzen übertragen. Obwohl das Virus über Speichel massiv ausgeschieden wird, verliert es in der Außenwelt seine Fähigkeit, andere Katzen zu infizieren.

FIV verursacht eine Schwächung des Immunsystems (zu wenig weiße Blutzellen). Die Tiere haben nicht genügend eigene Abwehrkräfte, daher erkranken sie vermehrt an harmlosen Infektionen. Die Symptome sind der FeLV-Infektion ähnlich und wird daher oft mit Leukose verwechselt. Klarheit bringt nur ein Bluttest (mittlerweile sind sehr sichere Bluttests auf dem Markt, die in jeder Tierarztpraxis eingesetzt werden können). Der Krankheitsverlauf ist schleichend und führt meistens zum Tod.

Wie auch HIV-infizierte Menschen, können FIV-positive Katzen jahrelang symptomfrei sein. Erste Anzeichen sind schlechtes Fell, Dauerfieber und Appetitverlust. Häufig sind chronische oder wiederkehrende Entzündungen von Haut, Maulhöhle, Blase und oberen Atmungsorganen. Viele Katzen verlieren stark an Gewicht und neigen zu bestimmten Tumorarten wie Lymphomen. Wurm- und Flohbefall können als Begleiterscheinung auftreten. Das heißt also, die betroffene Katze kränkelt vor sich hin.

Die Behandlungsmaßnahmen beschränken sich nur auf die Linderung der Folgen von FIV-Begleiterkrankungen.

 

 

FIP (Bauchfellentzündung) (Impfung möglich, Wirksamkeit umstritten)
Tödlich, langsamer Verlauf.

Der Erreger der FIP ist der Coronavirus Typ 1. Der an sich völlig harmlose Virus ist in fast jedem Darm einer Katze zu finden (ca .95% !). Gefährlich wird er nur, wenn er mutiert. Es ist bis heute nicht genau erwiesen, weshalb der an sich harmlose Coronavirus manchmal zum gefährlichen FIP-Virus mutiert. Es wird vermutet, dass Überbeanspruchung des Immunsystems Auslöser dafür ist.

FIP kann beim lebenden, erkrankten Tier nur auf Verdacht diagnostiziert werden. Es gibt keinen 100% verlässlichen Test auf FIP. Es gibt zwar bei der feuchten Form zwei Möglichkeiten zur Untersuchung des Punktats (Rivalta-Probe und PCR), die eine Diagnose sehr wahrscheinlich machen, allerdings sollte man immer beachten, dass diese nur bedingt aussagekräftig sind.

Außerdem gibt es keinen FIP-Titer. Bluttests weisen lediglich den Coronavirus nach, mit denen ca. 95% aller Katzen bereits Kontakt hatten und heißt somit Coronavirus-Titer.

FIP ist nicht ansteckend, jedoch der Coronavirus! Dieser kann sowohl von Katze zu Katze, als auch vom Menschen, Hund oder anderen Tieren auf die Katze übertragen werden. Die Katze hat erst eine FIP, wenn sie auch erkrankt ist. Nach aktuellem Stand der Forschung erkranken keine zwei Katzen an derselben FIPV-Mutation. Eine direkte Ansteckung wird daher ausgeschlossen.

Die Symptome sind ähnlich denen der Leukose. Man unterscheidet zwischen der trockenen Form (ohne Wasseransammlung) und der sichtbaren Form (Flüssigkeitsansammlung in der Bauchhöhle).

Mehr zum Thema FIP finden Sie hier:
http://www.odo.in-berlin.de/mini-FIP-FAQ.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Feline_Infekti%C3%B6se_Peritonitis

 

 

Tollwut (anzeigepflichtige Seuche, Lebensgefahr für Mensch und Tier) (Impfung möglich)

Die Ansteckung erfolgt durch den Speichel infizierter Tiere (meistens Füchse, selten Haustiere). Nicht nur der Biss tollwutkranker Tiere, sondern auch der Kontakt von virushaltigem Speichel mit offenen Verletzungen oder Schleimhäuten (Auge, Mund) kann die Krankheit auslösen.

Das Virus greift das zentrale Nervensystem an und ruft Aggressivität, Wesensveränderungen und Lähmungserscheinungen hervor.

An Tollwut erkrankte Tiere müssen getötet werden.

Deutsche Tollwutverordnung geändert !

Jährliche Impfung nicht mehr vorgeschrieben !

Durch die Änderung der deutschen Tollwutverordnung ist es seit 2006 auch in Deutschland möglich, seine Katzen für (bis zu) vier Jahre gegen Tollwut impfen zu lassen. Inzwischen haben wohl alle deutschen Tollwutimpfstoffe für Katzen und Hunde die Mehrjahreszulassung.

Das betrifft sowohl Tollwuteinzelimpfstoffe als auch solche in Kombinationsprodukten. D.h. dass auch die Schnupfen-/Seucheimpfung für mehrere Jahre gilt!!! Voraussetzung hierfür ist die Grundimmunisierung sowie die Boosterimpfung mit ca. 15 Monaten. (Verweis auf die Empfehlung des BPT- Bundesverband praktizierender Tierärzte). Lassen Sie sich nicht vom Tierarzt verunsichern, falls er dieses abstreiten sollte.

 

 

Chlamydien (Impfung möglich, Notwendigkeit umstritten)

Die chlamydienbedingte Konjunktivitis der Katze wird durch das Bakterium Chlamydophila felis hervorgerufen. Die Übertragung erfolgt über Tröpfcheninfektion, Schmierinfektion oder durch Einatmen von infiziertem Staub. Die Inkubationszeit beträgt 3-10 Tage.

Bei der Chlamydien-Infektion werden bevorzugt die Schleimhäute im Kopfbereich besiedelt, d.h. Entzündungen der Augenbindehaut (typischerweise einseitig). Es beginnt meistens mit Niesen und Husten, Anschwellung der Augen, Nickhautvorfall, schleimig-eitriger Nasenausfluss, Fieber, Kurzatmigkeit, scharfes oder rasselndes Atemgeräusch (Hinweis auf Lungenentzündung).

Eine Chlamydien-Infektion ist meist mit dem Katzenschnupfenkomplex in Verbindung zu bringen. Beim Katzenschnupfen handelt es sich um eine Mischinfektion mit verschiedenen Viren (Herpes-, Calici-Viren) und einer sekundären bakteriellen Besiedlung (Bordetella, Chlamydophila felis) der Schleimhäute im Nasen-/Augen- und Maulhöhlenbereich.

Die Behandlung der Infektion besteht in der Gabe von Antibiotika aus der Gruppe der Tetrazykline. Schwangere, die keine Tetrazykline einnehmen dürfen, erhalten Erythromycin.

Mittlerweile ist man dazu übergegangen mindestens 21 Tage (in 3 Intervallen á 5 Tage Behandlung und 3 Tage Pause) mit dem Wirkstoff Azithromycin zu behandeln. Die Dosierung beträgt 10 mg Wirkstoff pro kg-Katze. Parallel dazu können bzw. sollten Floxal-Augentropfen bzw. die teurere Variante ”Interferon-Augentropfen” angewandt werden.

Die lange Behandlungzeit ist erforderlich, weil Chlamydien sehr hartnäckig sind. Das Problem ist das Verbleiben der Viren im Organismus der Katze (ähnlich dem Herpes beim Menschen) und ein mögliches neues Aufflammen der Infektion bei verschiedenen Stresssituationen. Es besteht auch noch immer Ansteckungsgefahr. Ferner ist zu beachten, dass nach überstandener Chlamydien-Infektion keine dauerhafte Immunität gegen diese Erkrankung besteht.

Bleibt die Krankheit unbehandelt, treten nach einiger Zeit Spontanheilungen auf, allerdings kommt es dann meistens nach 10 - 14 Tagen zu Rückfällen. Latente (nicht hervortretende) Infektionen und die lange Ausscheidungsdauer führen zur Verseuchung ganzer Zuchtbestände.

Da Chlamydien zu den Zoonosen gehören, kann sich der Mensch über Schmutz- und Schmierinfektion (z.B. Augensekret einer infizierten Katze) anstecken, was aber bei Einhaltung einfacher Hygienevorschriften selten ist. Die wichtigste Ansteckungsquelle für den Menschen stellen vielmehr erkrankte oder latent infizierte Vögel dar. Die Inkubationszeit beim Menschen beträgt 6-20 Tage.

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